Platz der Stadt Hof als Zentrum der Karl-Marx-Straße


Der Platz der Stadt Hof von Süden betrachtet. Foto: Sandra Hoyn

Der Platz der Stadt Hof, bisher eher ein verbreiteter Gehweg, kaum als Platz wahrnehmbar und bei den meisten Neuköllnern unbekannt, wird zum Mittelpunkt der Karl-Marx-Straße ausgebaut. Hier ist der Eingang nach Alt-Rixdorf über die Richardstraße, es beginnt das Büdner-Dreieck, hier stand in wilhelminischer Zeit das Bürgerdenkmal, der Platz verbindet kleinteilige Nutzungen im Süden in der Altstadt mit dem großflächigen Shopping-Zentrum im Norden.

Platz der Stadt Hof als Salon der Karl-Marx-Straße - Ein Projekt von Herrn Steinle und Neukölln.TV im Rahmen des Aktionärsfonds der A!KMS 2009. Foto: Armin Gründler, Neukölln.TV

Die wichtigen Fragen sind gelöst: die Probleme der Verkehrsführung sowie die Erreichbarkeit und Erschließung für die unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer, von den BVG-Bussen und PKWs über die Fahrradfahrer bis zu den Fußgängern. Eindeutiger Gewinner ist natürlich der Fußgänger, für den hier eine neue Aufenthaltsqualität in der Karl-Marx-Straße geschaffen wird. Die Ergebnisse der verkehrlichen Untersuchung und eine Simulation der neuen Verkehrsführung wurden beim letzten Treffen der [Aktion! Karl-Marx-Straße] am 11.02.2010 vorgestellt.

Platz der Stadt Hof als Salon der Karl-Marx-Straße - Ein Projekt von Herrn Steinle und Neukölln.TV im Rahmen des Aktionärsfonds der A!KMS 2009. Foto: Armin Gründler, Neukölln.TV

Wie der Platz konkret aussehen wird, wird 2010 im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs unter Planern, Architekten und Künstlern geklärt. Neben der Gestaltung des Platzes geht es – wichtiger noch – auch darum, wie der Platz von den Neuköllnern nach dem Umbau genutzt werden kann. Die Vorschläge reichen von einem Bürgerforum für öffentliche Debatten über einen Platz zur Vorstellung ortsansässiger Kunst bis hin zu einem Bereich für Feiern und Präsentationen.

Der Platz der Stadt Hof  Foto: F+S

Herr Steinle und Neukölln.TV verwandelten den Platz der Stadt Hof 2009 schon mal einen Tag lang in den Salon der Karl-Marx-Straße und probierten aus, wie das Leben auf dem Platz sein kann. Und wenn alles gut läuft, werden bereits 2012 die Bauarbeiten für den neuen Platz der Stadt Hof beginnen können.


Alte Post Neukölln


Hauptpost Neukölln, Foto: Dirk Faulenbach, BA Neukölln - Fachbereich Stadtplanung

Auf Initiative der Abteilung Bauwesen des Bezirksamtes Neukölln, Fachbereich Stadtplanung, wurde die Alte Post in der Karl-Marx-Straße 97/99 2008 und 2009 zum temporären Kulturhaus. Mit Ausstellungen, Theater, Schülerworkshops und Events wurde sie aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, denn das neue Gesicht der Karl-Marx-Straße braucht diesen prägenden Prachtbau als lebendigen Ort.

Freigestellter Baumraum vor der Alten Post von Florian Rexroth bei den 48 Stunden Neukölln, Foto: Susann Kramer

2009, in der zweiten Kultursaison der Alten Post, zählte der ausführende Projektpartner, das Kulturnetzwerk Neukölln, innerhalb von fünf Monaten knapp 10.000 Besucher. Das ist weit mehr als viele Galerien oder Museen je erreichen. Ein schöner Erfolg.

Eröffnungsausstellung im Rahmen der 48 Stunden Neukölln 2008: Exquisit. Foto: Martin Steffens

Dies alles war nur durch die außergewöhnliche Kooperationsbereitschaft des Grundstückseigentümers, die Unterstützung durch die Bezirksverwaltung, die Finanzierung seitens der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und vor allem durch das besondere Engagement des Kulturnetzwerks Neukölln möglich.


Neuköllner Tor - Ausgezeichnet in doppelter Hinsicht

Lichtinstallation Neuköllner Tor, Abbildung luna.lichtarchitektur

Das Neuköllner Tor – ein Schlüsselprojekt im Rahmen des Stadtumbau West-Gebiets Neukölln-Südring – wurde am 24. Juni 2009 vom damaligen Bundesminister Wolfgang Tiefensee im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs “Stadt bauen. Stadt leben.” ausgezeichnet. Die im Juni 2008 in Betrieb genommene Lichtinstallation am U- und S-Bahnhof Neukölln ist damit eins von 55 ausgezeichneten Projekten aus 430 Bewerbungen von 221 Städten und Gemeinden.



Gesucht wurden bundesweit herausragende Projekte und vorbildliche Verfahren, die sich in den vergangenen zehn Jahren durch innovative Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung in Stadt und Region ausgezeichnet und hohe baukulturelle Qualitätsmaßstäbe gesetzt haben.

Neuköllner Tor - live und in Farbe

Und das ist erst der Anfang. Ab 2010 stehen der zweite Bauabschnitt der prämierten Lichtinstallation und der Umbau der angrenzenden Karl-Marx-Straße mit Radfahrstreifen und Baumpflanzungen auf der Agenda der Abteilung Bauwesen des Bezirksamtes Neukölln.



Ziel der Lichtinstallation ist es, neben der Signalwirkung für den U- und S-Bahnhof und der Markierung des Eingangs in die Karl-Marx-Straße die Verkehrssituation und die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu verbessern.