Aktionärsfonds – Projekte 2017

Auch in diesem Jahr konnten durch den Aktionärsfonds der [Aktion! Karl-Marx-Straße] wieder Projekte von Akteuren im Bezirkszentrum finanziell zu jeweils 50 % unterstützt werden. Insgesamt standen im Rahmen der Förderung des Aktiven Zentrums 10.000 EUR zur Verfügung. Im Zentrum der Umsetzung standen vor allem Vorhaben zur Verbesserung der Fassaden- und Schaufenstergestaltung. Es wurden besonders Maßnahmen gefördert, die das Erscheinungsbild des Geschäftszentrums für die Kund*innen und Besucher*innen verbessern sollen. Die eingereichten Anträge, vorrangig von Gewerbetreibenden aber auch von Künstlerkollektiven und ehrenamtlichen Projekten, wurden durch eine Jury bewertet und entschieden, die sich aus Mitgliedern der Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] zusammensetzte. Nachfolgend möchten wir Ihnen die diesjährig geförderten Projekte vorstellen. Wenn auch Sie Ideen für Projekte haben: 2018 wird es wieder einen Aktionärsfonds für die Karl-Marx-Straße geben. Weitere Informationen sowie Unterstützung für die Antragstellung erhalten Sie beim Citymanagement.

Aus den eingereichten Konzepten wurden 2017 vier Vorhaben von den Aktionärsfonds gefördert:

bioase44 begrüßt mit Außenwerbeanlage die internationale Kundschaft

Das Naturkostgeschäft bioase44 in der Karl-Marx-Straße hat seine Außenwerbeanlagen zeitgemäß erneuert. Eine mehrsprachige Schaufensterbeklebung begrüßt nun die Kundschaft. Auch die neuen Werbeschilder mit energiesparender LED-Beleuchtung sind ein echter Hingucker geworden und lassen Passant*innen auf das Geschäft und den integrierten Cafébetrieb aufmerksam werden. Im Hinblick auf die stärker werdende Konkurrenz der Biosupermärkte ist dies ein starkes Zeichen, dass die bioase44 fest zu ihrem Standort steht.

Aufmerksamkeit für die Künstlerateliers in der Neckarstraße

Im Hof der Neckarstraße 19 haben das Künstlerkollektiv Artistania e.V. und weitere Kunstschaffende ihre Ateliers. Dies wissen allerdings nur wenige Eingeweihte. Ein Grund ist der bisher recht unscheinbar gestaltete Hofeingang. Mithilfe des Aktionärsfonds und der Stiftung Edith Maryon wurde das Hoftor nun künstlerisch gestaltet. Zusätzlich weisen eine Wandinstallation im Hof auf die Ateliereingänge sowie angeleuchtete Informationstafeln an der Hofzufahrt auf die verschiedenen künstlerischen Nutzer*innen hin. Nun können auch Uneingeweihte den spannenden Kunstort nicht mehr verfehlen.

Weitere Informationen unter www.artistania.org

Coiffeur Toraman mit neuer Werbeanlage

Auch beim Coiffeur Toraman in der Anzengruber Straße 22 bestand dringender Handlungsbedarf. Seit der Übernahme des Friseursalons im Jahr 2015 hingen noch die Überreste der Werbeanlagen des Vorgänger-Geschäftes an der Fassade. 50 % der Kosten für die neue Werbeanlage wurden durch den Aktionärsfonds übernommen. Jetzt steht auch drauf, was drinnen ist.

Ein besonderer Nutzgarten auf dem Dach der Rixbox

Das vierte bewilligte Projekt kombiniert Ehrenamt, Nachhaltigkeit und gesundes Streetfood auf eine besondere Weise. Thomas Jahn sammelt bereits seit Beginn des Jahres Speiseabfälle von den Neuköllner Wochenmärkten und kompostiert diese in einem speziellen Verfahren in alten Autoreifen auf einem Schulhof im Rollbergkiez. In einem Gemeinschaftsprojekt mit der Rixbox auf dem Alfred-Scholz wurden auf deren Dach nun erste Gemüsepflanzen mit der aus den Kompostabfällen entstanden Erde aufgestellt. Eine sinnvolle Kombination für beide Seiten. Die Rixbox kann ihre biologischen Abfälle verwerten und bekommt im Gegenzug frisches Gemüse und Kräuter – ganz nachhaltig und ohne lange Anfahrtswege. Durch die Unterstützung des Aktionärsfonds wird der neue Nutzgarten winterfest gemacht und die Bepflanzung für das kommende Jahr vorbereitet.