Namenswettbewerb ehemaliger Platz der Stadt Hof

Am 17.08.2012 erfolgte der erste Spatenstich auf dem Alfred-Scholz-Platz, damals noch als Platz der Stadt Hof benannt. Sein Umbau erfolgte, um ihn zu einem Platz von Neuköllnern für Neuköllner werden zu lassen. Nur der Name ließ zu wünschen übrig – erstens war er kaum bekannt und zweitens sehr umständlich. Daher rief Andreas Altenhof, Mitglied der Lenkungsgruppe, beim Spatenstich zu einem Namenswettbewerb für den Platz auf:
„Eine Möglichkeit, den Namen des Platzes der Stadt Hof handhabbarer zu machen wäre, ihn „PdSH“ zu nennen – was sehr komisch klingt. Eine andere Möglichkeit wäre: den Platz umzubenennen.

Warum nehmen wir nicht alle die Chance wahr, jetzt, wo dieser Platz UNSER Platz wird, ihn entsprechend umzubenennen? Die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] ruft Sie alle auf: Nehmen Sie am Namenswettbewerb für den neuen Platz teil, so dass die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln rechtzeitig zur Fertigstellung des Platzes den neuen Namen beschließen kann.” Namensvorschläge für den neuen Platz konnten bis Mitte April 2013 eingereicht werden, das Ergebnis lesen Sie hier…

Hintergrund
(aus der Rede von Andreas Altenhof, Mitglied der Lenkungsgruppe)
„Der Platz der Stadt Hof ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir waren umfassend an seiner Planung mitbeteiligt: Die Planung wurde in der Lenkungsgruppe vorgestellt und mit den Planungs- und Bau-Experten aus Verwaltung und den beauftragten Büros abgestimmt. Wir haben an der Wettbewerbsunterlage, der Befragung der Bürger auf dem Platz, an den Schülerworkshops mitgewirkt, wir hatten Sitz und Stimme in der Jury und haben zahlreiche Aktionen auf dem Platz initiiert.

Unsere Mitwirkung hat zu Veränderungen der Gestaltung des Platzes geführt: so wurde die Pflanzung von Bäumen, ein neues Bistro sowie eine zusammen-
hängende Versammlungs- und Festfläche vorgesehen.
Bei der Gestaltung der Pflasterfläche haben die Workshops ,meinstein‘ von Nadia Kaabi-Linke die Form für das Mosaik mitbestimmt, ein Projekt, das beispielhaft für diese neue Form des Planungsprozesses steht: nicht mehr hinter verschlossenen Türen, sondern transparent und partizipativ. Neuköllner wurden nach ihren Wünschen, Eigenschaften, ihrer Biografie befragt. Ihre Antworten wurden mittels eines Computerprogramms ausgewertet und in eine Grafik umgewandelt, die die Lage der Steine bestimmt.

Und es gibt ja nicht nur eine Steinsorte, sondern acht Steinarten, die die verschiedenen Herkunftsregionen im Vielvölkerstaat Neukölln repräsentieren. Wobei – und das finden wir ganz besonders schön – die Befragten nach ihrer gefühlten und nicht der biologischen Herkunft eingeordnet wurden. Ein Mosaik aus vielen Teilen, sowohl als Einzelteil wie auch als Gesamtheit stimmig – ein schönes Sinnbild für das Leben in unserem bunten Stadtteil.“
Weitere Infos zum im Frühjahr 2014 abgeschlossenen Umbau des Platzes finden Sie hier…