„Zur Frage der Zerstörung und Rekonstruktion“ – Vortrag von Horst Bredekamp

17.01.2018, 18:00 Uhr

KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Am Sudhaus 3, 12053 Berlin, im Maschinenhaus M0.

Vortrag von Prof. Horst Bredekamp im Rahmen der Ausstellung Ruinen der Gegenwart

Ausgehend von Palmyra unterzieht Horst Bredekamp die Weigerung, zerstörte Kulturgüter zu rekonstruieren, einer grundlegenden Kritik und verteidigt eine „kämpferische Rekonstruktion“ in verschiedenen Spielarten. Zu den Beispielen, die angeführt werden sollen, wird auch das Humboldt Forum gehören. Der Entschluss zur Wiedererrichtung des Berliner Schlosses war auch als eine Negation seiner Sprengung 1950 gedacht.
Diese Überlegungen stehen im weitesten Rahmen im Zusammenhang mit Bredekamps Kritik an Walter Benjamins Reproduktionsthese, die er zuerst 1975 und dann vielfach wiederholt vorgebracht hat. Bredekamp ist der Überzeugung, dass Reproduktion die Aura des Originals so gut wie niemals zerstört. Vielmehr entfaltet sie durchweg eine eigene Aura, die in der Regel kaum vorhersehbare Prozesse auslöst, was an ausgewählten Beispielen anschaulich gemacht werden soll.

Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kindl-berlin.de